Die Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh

Jedes Jahr reisen unzählige Touristen zu den großen Pyramiden von Gizeh, die etwa 15 Kilometer östlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo stehen. Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und zählen seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Hier findest du viele Bilder und Informationen zu den Pyramiden von Gizeh. Wenn du dir alles angeschaut hast, kannst du dein Wissen mit einer kleinen Übung testen.

© Ricardo Liberato

Die Pyramiden von Gizeh sind eines der großen Wahrzeichen von Ägypten. Vorne sieht man die drei kleinen Königinnenpyramiden, dahinter zunächst die des Mykerinos, danach die des Chephren und ganz hinten die des Cheops.

© Wikipedia / User „Barcex“

Die Cheopspyramide ist die größte Pyramide in Gizeh und besteht aus rund 3 Millionen Steinblöcken. Errichtet wurde sie um 2600 v. Chr. und war ursprünglich rund 146 Meter hoch. Jede der vier Seiten ist etwa 230 Meter lang.

© Wikipedia

Schon seit ihrem Bestehen beschäftigten sich die Menschen mit den Pyramiden. Ab etwa dem dritten oder vierten Jahrhundert wurden aber die Pyramiden plötzlich von könig­lichen Gräbern hin zu Kornspeichern umgedeutet. Geschichtswissenschaftler gehen davon aus, dass es sich dabei um eine falsche Deutung des griechischen Wortes πυρος (pyros) handelt, denn es heißt auf Deutsch Weizen. Woher das Wort Pyramide stammt, ist nicht ganz klar. Es könnte zwar durchaus von πυρος (pyros = Weizen) kommen, aber auch von πυρ (pyr = Feuer). Die falsche Deutung als Kornspeicher blieb den Pyramiden übrigens bis ins 15. Jahrhundert. Erst dann sind damalige Forscher, die sich auf die Antike zurück­besinnt haben, auf diesen Fehler aufmerksam geworden …

© Jon Bodsworth

Von etwa 2558 bis 2532 v. Chr. regierte Pharao Chephren in Ägypten. Die mittlere der drei großen Pyramiden ist seine Grabesstätte. Zwar ist seine Pyramide kleiner als die Cheops-Pyramide, doch mit rund 215 Metern Seitenlänge und etwa 143 Metern ursprüng­licher Höhe ist sie trotzdem riesig.

© Jon Bodsworth

Rund um die drei großen Pyramiden befindet sich eine Totenstadt („Nekropole“), in der sich hunderte größere und kleinere Gräber befinden. Hier wurden unter anderem Beamte, Priester aber auch Mitglieder der Pharaonenfamilie bestattet. Viele dieser Gräber sind Mastabas (ägyptisch-arabisch für Steinbank), die aussehen wie eine Pyramide, von der nur die ersten Steinreihen gebaut wurden. Zum Teil sind diese Gräber viel älter als die großen Pyramiden – es gibt sie schon seit der 1. Dynastie, wohingegen die Pyramiden erst in der 4. Dynastie errichtet wurden.

© Wikipedia / User „HoremWeb“

Um 2530 v. Chr. ließ der Pharao Mykerinos, der auf Ägyptisch eigentlich Menkaure heißt, seine Grabstätte errichten.

© James Byrum

Nach wie vor gibt es rund um die Pyramiden von Gizeh für Archäologinnen und Archäo­logen viel zu entdecken. Deshalb gibt es immer wieder größere und kleinere Forschungs­projekte, bei denen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach unbekannten Gebäuden oder deren Resten suchen. Dafür graben sie sich durch den Sand, davor aber wurde das Gebiet vermessen und mit Satelliten untersucht …

© Wikipedia / User „Barcex“

Die Sphinx oder doch der Sphinx? Egal, denn beide Artikel sind richtig – zwar stellen alle Sphinxen (oder Sphingen) in Ägypten männliche Tierkörper mit dem Kopf von Pharaonen dar, das Wort kommt aber aus dem griechischen und war ursprünglich nur der Name der Tochter der mythologischen Figuren Typhon und Echidna. Im Laufe der Zeit hat sich dann auch der männliche Artikel eingebürgert. In Gizeh findet man jedenfalls die größte und wohl berühmteste dieser Statuen, die vermutlich irgendwann zwischen 2700 und 2600 v. Chr. errichtet wurde. Die Sphinx in Gizeh besteht aus einem Löwenkörper auf dem ein verhält­nismäßig kleiner Menschenkopf aufgesetzt wurde.

© Wikipedia / User „Micetta“

Im Jahr 1979 hat die UNESCO die Pyramiden von Gizeh zum Weltkulturerbe ernannt. Dieser Titel wird an Stätten, Orte, Gebäude und Gebiete vergeben, die wegen ihrer Einzigartigkeit weltbedeutend sind und die von ihrem Staat für diesen Titel vorgeschlagen wurden. Der Ernennung zum Weltkulturerbe bedeutet auch, dass sich das Land um die Erhaltung bemühen muss und ist gleichzeitig ein Hinweis für Touristen, dass sie hier etwas ganz Besonderes sehen können …

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